
Wer über die Zukunft eines solchen Betriebs spricht, spricht deshalb immer auch über die Zukunft der Familie.
Genau das macht ein Gespräch über die Nachfolge oft schwerer, als man zunächst denkt. Es geht nicht nur um Zahlen oder Verträge. Es geht um Lebensleistung, um Anerkennung und um die Frage, wie eine Familie gemeinsam weitergehen kann, wenn sich Rollen verändern.
Typische Situationen
Ich begleite Familien in genau diesen Situationen, ob es sich um einen landwirtschaftlichen Betrieb, einen Handwerksbetrieb, ein kleines Geschäft oder eine Gaststätte handelt. Vielleicht steht bei Ihnen die Übergabe an, und die Gespräche geraten trotzdem immer wieder ins Stocken. Vielleicht möchte die ältere Generation loslassen, ohne den Bezug zum Betrieb ganz zu verlieren. Vielleicht fühlt sich die jüngere Generation bereit, Verantwortung zu übernehmen, weiß aber nicht, wie sie das ansprechen soll, ohne zu drängen. Und manchmal sind es die Geschwister, die sich übergangen oder ungleich behandelt fühlen, auch wenn niemand das offen ausspricht.
Solche Konflikte entstehen selten aus bösem Willen. Sie entstehen, weil in einer Betriebsübergabe so viel zusammenkommt, rechtliche Fragen, finanzielle Fragen und mittendrin die ganz persönliche Frage, ob man gesehen und gehört wird.
Nach der rechtlichen Klärung
Bevor ein Gespräch bei mir sinnvoll ist, sollten die rechtlichen, steuerlichen und notariellen Fragen der Übergabe bereits geklärt sein oder parallel von entsprechenden Fachleuten bearbeitet werden. Diese Klärung übernehme ich nicht. Was ich begleite, ist das Gespräch zwischen den Familienmitgliedern, damit aus offenen Fragen kein dauerhafter Bruch wird.
Was ein Gespräch leisten kann
Ein Gespräch mit mir löst nicht automatisch jeden Konflikt. Was es aber schaffen kann, ist ein Rahmen, in dem Klärung wieder möglich wird. Jede Stimme kommt zu Wort, auch die leiseren. Rollen und Aufgaben lassen sich neu ordnen, wenn sich die Familie das gemeinsam zutraut. Und was bisher niemand auszusprechen wagte, darf in diesem Rahmen gesagt werden, ohne dass jemand bloßgestellt wird.
Meine Rolle
Dabei stehe ich auf keiner Seite. Ich bewerte weder den Betrieb noch einzelne Anteile oder Ansprüche, und ich ersetze keinen Steuerberater, keine Anwältin und keine betriebswirtschaftliche Beratung. Meine Aufgabe ist es, das Gespräch zu begleiten, nicht die fachlichen Entscheidungen zu treffen.
Mein Bezug zur Landwirtschaft
Viele Jahre habe ich beruflich in der sächsischen Landwirtschaftsverwaltung gearbeitet, mit Förderanträgen, Betriebsdaten und den Abläufen, die für Höfe wichtig sind. Landwirt bin ich selbst nicht, doch die Rahmenbedingungen sind mir vertraut geblieben. Diese Erfahrung hilft mir besonders bei Hofübergaben, aber die zwischenmenschlichen Fragen einer Übergabe sind bei einem Handwerksbetrieb, einem Laden oder einer Gaststätte im Kern ganz ähnlich.
So kann ein Gespräch ablaufen
Ein erstes Gespräch ist immer kostenfrei und dauert etwa dreißig bis fünfundvierzig Minuten, telefonisch oder online. Darin schauen wir gemeinsam, ob eine Mediation für Ihre Situation der richtige Weg ist. Wenn es passt, folgen meist zwei bis vier gemeinsame Sitzungen mit allen Beteiligten, entweder in Dresden, bei Ihnen vor Ort oder online, je nachdem, was für die Familie am besten passt. Auf Wunsch bereite ich einzelne Gespräche vorab vor, damit sich jede und jeder in Ruhe sortieren kann, bevor das gemeinsame Gespräch beginnt.
Ich arbeite vor allem in Dresden und im sächsischen Umland, insbesondere in Richtung Mittelsachsen, Sächsische Schweiz und Osterzgebirge, Bautzen und Meißen.
Erster Schritt
Wenn Sie merken, dass Gespräche über die Zukunft Ihres Betriebs immer wieder feststecken, muss nicht gleich die ganze Familie einverstanden sein. Oft beginnt der erste Schritt damit, dass eine Person allein die eigene Situation sortiert.
Mehr Hintergrund und ausführliche Informationen finden Sie auf Mediation bei Hofnachfolge und Konflikten im landwirtschaftlichen Familienbetrieb.
Eine Hofübergabe ist oft zugleich eine Erbfrage. Mehr dazu auf der Seite Erbschaftsstreit klären.