Wieder miteinander sprechen können

Dr. Swetoslaw Beltschew, Mediator in Dresden
Manchmal reden Menschen noch miteinander, aber nicht mehr wirklich. Man tauscht sich aus, ohne dass etwas ankommt. Oder man redet gar nicht mehr, weil das letzte Gespräch zu wehgetan hat.

Das kann in einer Partnerschaft passieren, zwischen Eltern und erwachsenen Kindern, unter Geschwistern oder auch in einer langjährigen Freundschaft. Gerade in engen Beziehungen können Konflikte besonders tief gehen, weil so viel gemeinsame Geschichte dranhängt. Verletzungen bleiben unausgesprochen, die Nähe schwindet, und trotzdem bleibt oft ein leiser Wunsch, wieder in Kontakt zu kommen. Oder zumindest zu verstehen, was eigentlich passiert ist.

Für wen dieses Angebot gedacht ist

Dieses Angebot richtet sich an Paare, an Eltern und ihre erwachsenen Kinder, an Geschwister und an enge Freundschaften, in denen etwas ins Stocken geraten ist. Manchmal eskalieren Gespräche immer wieder. Manchmal stehen alte Vorwürfe im Raum, die nie richtig ausgesprochen wurden. Manchmal droht ein Kontaktabbruch, oder er ist bereits eingetreten. In all diesen Fällen kann ein moderiertes Gespräch helfen, wieder einen gemeinsamen Boden zu finden.

Es geht dabei nicht darum, wer recht hat. Es geht darum, wieder sprechen zu können, ganz gleich, wohin das am Ende führt.

Was ich anbiete

Ich halte einen geschützten Rahmen, in dem beide Seiten ohne Unterbrechung sprechen, zuhören und sich zeigen dürfen. Neutral und auf keiner Seite stehend, klar geführt, ohne Schuldzuweisungen und ohne Bewertung.

Alle Beteiligten kommen zu Wort. Positionen werden gehört, und was bisher zwischen den Zeilen blieb, darf ausgesprochen werden. Oft genügt es schon, wenn das Wesentliche einmal wirklich gesagt werden darf. Dann entsteht zwischen den Worten häufig eine neue Form von Verständigung, auch wenn nicht sofort alles gelöst ist.

Was Sie davon mitnehmen können

Viele Menschen berichten von einer spürbaren Entlastung, einfach weil sie endlich aussprechen konnten, was sie lange mit sich herumgetragen haben. Manches, das im Verborgenen gewirkt hat, wird sichtbar und dadurch leichter zu greifen. Neue Gesprächswege entstehen, oft in einer Sprache, die beiden Seiten vertraut ist. Und am Ende steht die Chance, entweder in gutem Kontakt wieder zueinander zu finden, oder zumindest in einem versöhnlicheren Ton auseinanderzugehen.

So kann das Gespräch ablaufen

Am Anfang steht ein kurzes, kostenfreies Vorgespräch zur Orientierung. Danach folgen meist ein bis drei moderierte Gespräche von jeweils etwa neunzig bis hundertzwanzig Minuten. Die Gesprächsführung ist systemisch, neutral und ohne feste Vorgaben, es gibt also Raum für das, was in Ihrer Situation tatsächlich auftaucht. Dieses Format eignet sich für Konflikte, die noch nicht extrem verhärtet sind, also für Situationen, in denen grundsätzlich noch die Bereitschaft besteht, einander zuzuhören.

Was dieses Angebot nicht ist

Auch hier gilt, dass ich auf keiner Seite stehe und niemanden bewerte. Dieses Gespräch ersetzt keine Therapie und keine Rechtsberatung. Bei sehr tief eskalierten Konflikten oder wenn eine Seite überhaupt nicht sprechbereit ist, kann zunächst ein Einzelgespräch sinnvoller sein, um die eigene Situation erst einmal für sich zu klären.

Erster Schritt

Manche Gespräche lassen sich nicht allein führen. Wenn Sie merken, dass zwischen Ihnen und einem wichtigen Menschen etwas ins Stocken geraten ist, kann ein erstes, unverbindliches Gespräch der Anfang sein.

In einem ersten, unverbindlichen Gespräch klären wir gemeinsam, welche Form der Unterstützung für Ihre Situation sinnvoll ist.
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